Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland durch den Aufbau eines Nationalen Notaufnahmeregisters

Über die Beteiligung von deutschen Krankenhäusern an der Notfallversorgung existieren keine bundesweiten Daten. Außer stichprobenhaften Datenerhebungen im Rahmen von einzelnen Umfragen oder Studien sind keine regelmäßigen und einrichtungsübergreifenden Datensammlungen in der klinischen Notfallmedizin vorhanden. Eine Verbesserung der medizinischen Versorgung der geschätzt über 21 Millionen Notfallpatienten pro Jahr durch Versorgungsforschung, Qualitätssicherungsmaßnahmen und Gesundheitssurveillance sind daher aktuell im Bereich der innerklinischen Notfallmedizin kaum möglich.

Mit dem Verbundforschungsprojekt "Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland durch den Aufbau eines Nationalen Notaufnahmeregisters", kurz AKTIN, sollen die Grundlagen für ein nationales Notaufnahmeregister erarbeitet werden.

Die Basis des Projektes ist das von der Sektion Notaufnahmeprotokoll der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI) entwickelte Protokoll für eine standardisierte, strukturierte Dokumentation in der Notaufnahme. Um für verschiedene Fragestellungen relevanten Daten zusammenführen zu können ist der Aufbau einer dezentralen IT-Infrastruktur geplant. Bei dieser IT-Architektur bleiben die Daten in den einzelnen Kliniken und damit im Behandlungskontext. Erfolgt eine Anfrage für eine wissenschaftliche Fragestellung, so werden, unter Wahrung des Datenschutzes, nur die erforderlichen Daten zusammengeführt. In dem Projekt soll mit anonymisierten Daten gearbeitet werden.

Mit Hilfe des Notaufnahmeregisters soll eine bundesweit einheitliche standardisierte elektronische Infrastruktur für Notaufnahmepatienten geschaffen werden, die als modernes Tool zur Optimierung des Qualitätsmanagements in den Notaufnahmen und zur grundlegenden Verbesserung der Versorgungsforschung in der Akutmedizin in Deutschland beiträgt.

Hauptantragssteller des Forschungsvorhabens sind Univ.-Prof. Dr. med. Felix Walcher (Universität Magdeburg, Universitätsklinikum für Unfallchirurgie) und Univ.-Prof. Dr. med. Rainer Röhrig (Universität Oldenburg, Abteilung für Medizinische Informatik).

                                                                                                                                                     

 Univ.-Prof. Dr. med. Felix Walcher  Univ.-Prof. Dr. med. Rainer Röhrig  Dr. med. Dominik Brammen
Hauptantragssteller  Hauptantragssteller Projektleiter
  Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg          Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsklinik für Unfallchirurgie Abteilung Medizinische Informatik Universitätsklinik für Unfallchirurgie

 

   

 Nähere Informationen zum Projekt finden Sie auf den Seiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung - BMBF: 

http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/5199.php

AKTIN ist im Deutschen Register Klinischer Studien (DRKS) erfasst:

https://drks-neu.uniklinik-freiburg.de/drks_web/navigate.do?navigationId=trial.HTML&TRIAL_ID=DRKS00009805

 

 

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